++ BALD IM MKM ++


ROLF-GUNTER DIENST
Mein Gedicht heißt Farbe

1. Juli bis 18. September 2016


Rolf-Gunter Dienst (1942–2016) ist bekannt für seine „geschriebene“ Malerei in monumentalen Formaten. Stimmungen, Empfindungen und Fantasien aus der Natur, aus der Kunst, Musik und Literatur wandelte er in riesige Farbfelder um – auf der Basis von skriptiven Elementen, die ihm als Träger der Farbe dienen. Das MKM Museum Küppersmühle würdigt das Werk des im März verstorbenen Künstlers mit einer umfassenden Retrospektive. Gezeigt werden Zeichnungen, Gouachen und Gemälde aus allen Schaffensphasen, ausgehend von den 1960er Jahren bis hin zu jüngsten Arbeiten. Die Auswahl erfolgte noch in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler.


Mit gerade mal achtzehn Jahren startet Rolf-Gunter Dienst seine Laufbahn als Maler, parallel dazu als Autor und Kunstkritiker. Und so zieht sich von Beginn seines künstlerischen Schaffens an die Verbindung von Kunst und Literatur, von Farbe mit skriptiven Elementen wie ein roter Faden durch sein Werk. Zunächst sind die von ihm entwickelten sogenannten »Kürzel« in den Gouachen und Ölgemälden der Anfangsjahre noch deutlich auszumachen. In späteren Arbeiten ab den 1970er Jahren ordnen sie seine Bilder minutiös in der Binnen-, fast schon Nanostruktur und geben Diensts Farben immer mehr Raum. Der Malprozess ist extrem, denn der Künstler reiht akribisch und scheinbar endlos ein bedeutungsleeres Zeichen an das andere – solange bis sie sich großflächig in oft monochromen Farbflächen aufzulösen scheinen. Dem Betrachter erschließen sie sich die »Kürzel« fortan nur noch in der Nahsicht. Aus der Ferne lassen sie die Farben leuchten, sich verändern, manchmal auch vor den Augen tanzen – je nach Tageszeit, Lichteinfall und Blickwinkel.




Beginnend mit seinem vom Informel geprägten Frühwerk über seine ersten Versuche mit dem »Kürzel« bis hin zu jüngsten Arbeiten, in denen er die Binnenstruktur seiner Bilder und die Entfaltung der Farbe immer weiter vorantreibt, wird die Entwicklung im Werk von Rolf-Gunter Dienst nachgezeichnet. Im Fokus stehen dabei u.a. großformatige Gemälde von bis zu 10 Metern Länge aus unterschiedlichen Schaffensphasen, wie zum Beispiel Les Voyelles, 2006/07, Macondo IX, 2000 oder Der Tag ist die Hoffnung der Nacht, 1992. In den Räumen des MKM teilweise erstmals im Zusammenhang gezeigt, offenbaren sie eindrucksvoll den Farbkosmos von Rolf-Gunter Dienst.





Organisation / Sponsoring
 „Rolf-Gunter Dienst: Mein Gedicht heißt Farbe“ ist ein Ausstellungsprojekt der Stiftung für Kunst und Kultur e.V., kuratiert von Ina Hesselmann.

Das MKM freut sich über die Unterstützung des Bankhauses Sal. Oppenheim.

Katalog
Zur Ausstellung erscheint ein umfassender Katalog mit Beiträgen von Gottfried Böhm, Ina Hesselmann, Franz Mon, Walter Smerling und Thomas Wagner [29,- EUR Museumsausgabe, 156 S., 153 Color-, 17 S/W-Abb., Wienand Verlag, Köln, ISBN 978-3-86832-332-0].


Führungen
Jeden Sonntag um 15 Uhr öffentliche Besucherführung durch die Sammlung und die aktuelle Wechselausstellung. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.

18. August 2016 | 17 Uhr
KUNST- und GENUSS
-Führung durch die Rolf-Gunter Dienst-Ausstellung mit anschließendem Ausklang im Küppersmühle Restaurant
Teilnahmepreis: 21,- Euro inkl. Eintritt, Führung, einem Getränk und einem kleinen Imbiss
Informationen/Anmeldung: T 0203 / 3019 48 -11 (Mi-So) oder office@museum-kueppersmuehle.de

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