Erweiterungsbau

Das MKM vergrößert sich:
Bis Ende 2018 entstehen 2.500qm neue Ausstellungsfläche für eine der wichtigsten Sammlungen deutscher Kunst nach 1945






Es ist soweit: Das Architekturbüro Herzog & de Meuron hat die Entwurfs- und Genehmigungsplanung für den Erweiterungsbau des MKM Museum Küppersmühle abgeschlossen. Die notwendigen Grundlagen wie Finanzierung und Organisation sind gesichert und am 5. April 2017 haben Walter Smerling (Direktor MKM), Pierre de Meuron (Herzog & de Meuron) und Sören Link (Oberbürgermeister der Stadt Duisburg) den Grundstein für den Anbau gelegt. Somit erhält Duisburg in Kürze weiteren Raum für die Werke der wichtigsten deutschen Künstler der Nachkriegszeit aus der Sammlung Ströher. Die Fertigstellung ist für Ende 2018 vorgesehen. Das Vorhaben wird durch das große Engagement der privaten MKM-Stiftung möglich, die von den Sammlern Sylvia und Ulrich Ströher gegründet wurde und den Erweiterungsbau vollständig finanziert.
 




Durch den Erweiterungsbau erhält eine der bedeutendsten Sammlungen deutscher Kunst nach 1945, die Sammlung Ströher, zusätzliche 2.500 m² Ausstellungsfläche. Maßgebliche Vertreter des Informel wie K.O. Götz, Bernard Schultze, Gerhard Hoehme, Fred Thieler oder Karl Fred Dahmen, prägende Künstlerpersönlichkeiten wie Georg Baselitz, Anselm Kiefer oder Gerhard Richter, aber auch Fotografien von Candida Höfer oder Hans-Christian Schink werden künftig auf insgesamt gut 5.000 m² Ausstellungsfläche präsentiert.

 

„Die Komplexität der Sammlung kann endlich angemessen dargestellt werden“, freut sich MKM-Direktor Walter Smerling. „Wer ins MKM kommt, erlebt 70 Jahre Kunst aus Deutschland. Das war schon immer unser ehrgeiziges Ziel, und dem sind wir mit der Grundsteinlegung jetzt noch ein gutes Stück nähergekommen.“

 

Wie bereits beim Umbau der historischen Küppersmühle zum Museum orientieren sich Herzog & de Meuron bei ihrem Entwurf für den Erweiterungsbau am Bestand des MKM und der Architektur des Innenhafens. Drei unterschiedlich hohe Baukörper schreiben den vorhandenen Museumsbau fort und fügen sich zu einem neuen Kopfbau zusammen, der die gesamte Gebäudezeile des Hafensbeckens konsequent und harmonisch abschließt.

Der neue Gebäudeteil soll über die Silos entlang des Innenhafenbeckens in Richtung Osten/Autobahn A59 mit dem jetzigen Museumskomplex verbunden werden. Mittels Brücken in den Silos im 1. und 2. OG wird die Verbindung zwischen den neuen und den bereits existierenden Sammlungsräumen geschaffen. Die Silos selbst bleiben in der äußeren Optik wie auch ihrer ursprünglichen Materialität als Industriedenkmal erhalten. Als Erschließungselement und verbindender Ausstellungraum werden sie jedoch einer neuen Funktion zugeführt. Geplant ist darüber hinaus, sie mit einer Aussichtsterrasse zu versehen und erstmals für Besucher zugänglich zu machen.