EVONIK JUGENDKUNSTPREIS 2016
8. bis 19 Februar 2017

 

Die Gewinner stehen fest:

1. Hermann-Staudinger Gymnasium, Erlenbach

2. Städtisches Gymnasium Ahlen

3. Freies Gymnasium Regenbogen Augustusburg

 

Wir gratulieren herzlich!




 

Die Jury begründet ihre Entscheidung wie folgt:



1. Platz: Hermann-Staudinger Gymnasium, Erlenbach

 

Der Beitrag „ART TO GO“ aus Erlenbach überzeugte die Jury durch seine professionell gestaltete Vielfältigkeit. Die Wirkung der Kunst im Museum wird von den Schülern konstruktiv und emotional gleichermaßen mit zahlreichen Einzelobjekten beantwortet, die teilweise gewagt und experimentell wirken. Die Arbeit der Schüler ist als Rauminszenierung spannend aufgebaut, den Betrachter motivierend, sich darauf einzulassen. Die Schüler zitieren die im Museum Küppersmühle ausgestellte Kunst auf frische und unterhaltende Art und Weise. Der Betrachter ist ermuntert, ähnlich wie in einem Museumsshop, die Dinge gleich mitzunehmen. In jedem Fall bleibt die inhaltliche Auseinandersetzung haften. Der von den Schülern gestaltete Raum mit Zitaten der Künstler in Bild und Schrift wirkt wie ein überzeugtes Plädoyer für die Kunst und eine Aufforderung, sich mit deren Inhalten auseinanderzusetzen und zu bereichern.

 

Die Erlenbacher Schüler freuen sich über ein Preisgeld von 5.000,- EUR.






2. Platz: Städtisches Gymnasium Ahlen

 

Der Beitrag der Ahlener Schule mit dem Titel "Distanz(los)" zeigt im Ergebnis den gelungenen Versuch der Selbstanalyse. Die 25 Einzelportraits überzeugen durch Geste, Ausschnitt, Hintergrund, Technik und in der Gesamtkomposition. D.h. jede Arbeit wirkt für sich, unabhängig voneinander und individuell voller Gegensätze, dennoch ergibt sich in der gemeinsamen Komposition ein harmonisches, zusammenhängendes Bild. Die Arbeit wirkt symbolträchtig für die Funktion der Einheit durch Vielfalt.

 

2.000,- EUR Preisgeld gehen an die Schülerinnen und Schüler aus Ahlen.






3. Platz: Freies Gymnasium Regenbogen Augustusburg

 

Farbe, Material und Inhalt der Arbeit „18“ sind überzeugend und symbiotisch eindrucksvoll präsentiert. 18 Schüler, 18 Möbeltüren als Bildobjekt dreidimensional gestaltet bieten eine hohe Assoziationsvielfalt und geschichtliche Symbolik. Die Tür als Zeichen für eine Grenze und Eingang zu einem neuen, fremden oder vertrauten Ort, an dem es immer wieder neue Dinge zu entdecken, Erlebnisse zu erfahren gilt. Die Struktur der Arbeit bedient den Realismus in Form des bekannten Objektes und die Abstraktion der Zeichen mit malerischen Komponenten gleichzeitig. Eine die Phantasie des Betrachters provozierende Arbeit. Realistisch und geheimnisvoll gleichermaßen.

 

Das Preisgeld beträgt 1.000,- EUR.