Abraham David Christian: Künstler
Abraham David Christian, zweifacher documenta-Teilnehmer mit internationaler Ausstellungstätigkeit, ist mit einem bedeutenden Sammlungsraum im MKM und mit zahlreichen Werken in der Sammlung Ströher vertreten. Der Künstler, der in Düsseldorf, New York und Hayama/Japan lebt und dort Werkstätten unterhält, setzt sich auf weltweiten Exkursionen mit den Traditionen Asiens, Afrikas, Europas und Amerikas auseinander. Seine Arbeiten zeugen von der tiefen Kenntnis fremder Kulturen und der intensiven Beschäftigung mit dem kulturübergreifenden menschlichen Formenschatz. Die Bandbreite seiner Werke reicht von kleinen Papierskulpturen über Zeichnungs-Zyklen bis zu monumentalen Bronzeplastiken. Lehrtätigkeiten u.a. an der Keio University, Tokyo, Japan; Universität Yamaguchi, Japan; National Art University Hangzhou, China; Seoul National University, Korea; Kunstakademie Düsseldorf; Hochschule für Gestaltung (HfG) Pforzheim.
Anthony Cragg: Künstler
Der gebürtige Liverpooler Anthony Cragg ist einer der einflussreichsten Bildhauer unserer Zeit. Sein Werk zeichnet sich durch eine enorme Vielfalt an Formen, Techniken, Oberflächenstrukturen und Materialität aus. Bauschutt, Abfall, Ton, Glas, Kunststoff, Stein, Holz oder Bronze – alles kann bei Cragg Skulptur werden. Der Künstler arbeitete vor seinem Kunststudium zunächst als Labortechniker in der Chemieindustrie. Seit den späten 1970er Jahren lebt und arbeitet er in Wuppertal, wo er 2008 den Skulpturenpark Waldfrieden eröffnete. Cragg hat weltweit in zahlreichen bedeutenden Museen ausgestellt und an mehreren Ausgaben der documenta und der Biennale von Venedig teilgenommen. Er ist Mitglied der Londoner Royal Academy und Träger des Praemium Imperiale für Skulptur, des „Nobelpreises“ für Bildhauerei.
Coordt von Mannstein: Agentur-Chef
Coordt von Mannstein ist Inhaber der renommierten Kommunikationsagentur von Mannstein, die er 1968 gründete. Zuvor hatte er an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart Design studiert. 1974-2002 war er zudem als Universitätsprofessor für Kommunikationsdesign an der Universität GH Essen (heute Folkwang Universität der Künste) tätig. Mannstein, der das Visuelle als seine Triebfeder bezeichnet und dem emotionalen Zugang großen Stellenwert einräumt, hat Kampagnen für Politiker wie Helmut Kohl ebenso realisiert wie für Aston Martin oder das Deutsche Rote Kreuz. Zahlreiche bekannte Marken-Zeichen und Firmensignets stammen aus seiner Feder, so z.B. das offizielle Emblem der Olympischen Spiele München 1972, das heute noch als Glücksspirale eingesetzt wird.1999 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Walter Smerling: Museumsdirektor
Walter Smerling studierte nach seiner Banklehre Betriebswirtschaft und Kunstgeschichte, gefolgt von einer TV-Hospitanz beim SWF. Er arbeitete als Autor, Regisseur und Moderator für das Fernsehen mit dem Schwerpunkt Kunst und Kultur. 1980-84 war er Vorstand im Bonner Kunstverein. Seit dieser Zeit ist er als Kurator und Ausstellungsmacher tätig und organisiert Ausstellungen und anderweitige Kulturprojekte im In- und Ausland. Smerling ist Vorsitzender der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn, die er 1986 mit Gleichgesinnten gründete und die u.a. seit 1999 das Museum Küppersmühle betreibt. Seither steht er dem Museum als Direktor vor. Seit 2002 ist er zudem künstlerischer Leiter des Kunstprojekts Salzburg und seit 2010 Honorarprofessor für Kunst- und Kulturvermittlung an der Universität Witten/Herdecke.
Sylvia Ströher: Sammlerin
Sylvia Ströher ist Sammlerin aus tiefster Überzeugung. Die Sammlung Ströher, die in wesentlichen Teilen im Museum Küppersmühle präsentiert wird, ist eine der umfangreichsten privaten Sammlungen deutscher Nachkriegskunst. Sie umfasst mit rund 1.500 Werken zentrale Positionen der Kunstentwicklung in Deutschland, ausgehend von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Zahlreiche Künstler der Sammlung gehören nicht nur in Deutschland, sondern auch international zu den bedeutendsten. Der Schwerpunkt liegt auf der Malerei, aber auch Fotografie und Bildhauerei sind vertreten. Derzeit sind im MKM in 15 Räumen mit rund 2.500qm Werke und Werkgruppen der Sammlung von Sylvia Ströher und ihrem Mann Ulrich zu sehen.






